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Am 20. April 1960 feierte die Gemeinde (damals 2.800 Katholiken) den ersten Spatenstich für
die große St. Josephskirche am Cappelrain. Ihren Namen verdankt sie Joseph, "der als Werkmann
der Patron dieser Kirche ist" (Urkunde im Grundstein vom 11. Dezember 1960).
Am 25. November 1961 wurde die neu erbaute Kirche der Kirchengemeinde als Versammlungs- und Gottesdienstort
feierlich übergeben.
Mit dem Bau der St. Josephskirche vollendete der Stuttgarter Architekt Hans Georg Reuter
seinen 25. Sakralbau.
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Nähert man sich der Kirche von den Tennisplätzen am Cappelrain, so mag sie zunächst an ein Schiff mit hochgezogenen Bug erinnern.
Eine breite Treppe führt uns zum Kirchvorplatz und zum Portal. Drei Kreuze zieren die rechte Stirnseite der Kirche. Sie rufen uns ins Gedächtnis, dass unsere christliche Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod nicht folgenlos bleiben kann, sondern auch nach außen für andere sichtbar werden muss.
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Wer die Kirche untertags betritt, kommt erst einmal aus dem Licht ins Dunkle. Wie eine warme Decke umfängt der mit dunklen Klinkersteinen gestaltete Kirchenraum den Besucher. Durch ihre Schlichtheit, Wärme und Klarheit lädt die Kirche zum stillen Verweilen ein.
Ursprünglicher Schmuck der Kirche sind der mächtige Altar aus Dolomitgestein, der flache Tabernakel des Kemnater Künstlers Karl Blau (rechts) und das hohe Kreuz des Assamstädter Holzbildschnitzers Georg Anton Göbel, der auch die Pietà geschaffen hat.
Die Betonglasfenster auf der linken Seite geben dem Tageslicht von außen kräftige, bunte Farben und ziehen so die Blicke auf sich. Die Motive und Farbsymbolik führen den Betrachter hinein in das Geheimnis der Liebe Gottes zu den Menschen, das in Jesu Denken und Handeln offenbar wurde.
Wie auch das Fenster der Taufkapelle wurden sie von Sepp Vees aus Flacht bei Leonberg gestaltet.
Zeichen für die seit 1993 bestehende Partnerschaft mit einigen Dörfern des Ashanti-Gebiets (Ghana) sind die afrikanischen Symbole in unserer Kirche.
Hierzu gehört auch die "Unity", die in der St. Josephskirche als Taufort dient. Die Unity steht für die Einheit der Gemeinde: Aus einem Stück geschnitzt sind die Figuren so gestaltet, dass keine herausgebrochen werden kann, ohne die Existenz aller zu gefährden. Umgekehrt ist jede Figur von den übrigen so gestützt und getragen, dass die Gemeinschaft Halt und Sicherheit gibt. Seit einigen Jahren ist die Unity das Logo der Kirchengemeinde St. Joseph.
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